Archiv

2025

5. Saison
Das zentrale Thema der Ausstellungen im Jahr 2025 war Humanity – Menschlichkeit.

Von den ältesten Höhlenmalereien über die monumentalen Werke der Renaissance bis hin zur modernen und zeitgenössischen Kunst war und ist die Darstellung des Menschen und der Menschlichkeit ein zentraler Bestandteil der Kunstgeschichte. Im Laufe der Jahrhunderte versuchten Künstlerinnen und Künstler, sowohl grundlegende als auch komplexe Aspekte des menschlichen Daseins zu erforschen und auszudrücken. Sie erfassten dabei kulturelle, soziale und politische Dimensionen ebenso wie die physische Erscheinung, innere Emotionen sowie transzendente und spirituelle Ebenen.

An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert beginnen sich die Möglichkeiten der Kunst zunehmend zu erweitern. Rasche gesellschaftliche, politische und technologische Veränderungen regen neue Zugänge zum Kunstwerk an. Künstlerinnen und Künstler stellen traditionelle Darstellungen der visuellen Welt infrage. Entsprechend nähert sich ihre Kunst dem Begriff der Menschlichkeit auf neue Weise. Figurative, abstrakte und ungegenständliche Ausdrucksformen greifen die Komplexität der Darstellung des Menschen und der Menschheit insgesamt auf und eröffnen ein breites Spektrum neuer künstlerischer Möglichkeiten.

Konzept und Realisierung: Nicole Stava
Kuratorin und Texte: Claudia Rajlich
In Zusammenarbeit mit: Konrad Fischer Galerie und Galleria Continua
Installation: Jiří Novotný, Miroslav Topič, Nicole Stava, Vedes s.r.o.
Transport: Vedes s.r.o.
PR und Kommunikation: Pisaristi s.r.o.
Grafik, Video und Fotografie: Kreativagentur Fifty Fifty

 

Ausstellende Künstlerinnen:

Sammlung Stava:
Valerio Adami, Arman, Karel Appel, Georges Braque, Roman Brichcín, Ivan Bukovský, Hana Čápová, Karel Demel, Raoul Dufy, Max Ernst, Zdeněk Farník, Hans Falk, Paul Guiramand, Hans Hartung, Keramický závod Jihokera, Boris Jirků, Ernst Ludwig Kirchner, Bohumil Kokrda, Bela Kadár, Antonín Kroča, Marie Laurencin, Le Corbusier, Max Gubler, Horst Janssen, Marino Marini, František Mertl – Franta, Joan Miró, Albert Müller, Jiří Načeradský, Jiří Nepasický, A. R. Penck, Pablo Picasso, Max Pechstein, Luc Peire, Jules Pascin, Rosalie, Paulina Skavová, Miloslav Smutný, Friedrich Schroeder-Sonnenstern, Jan Sommer, Théophil Steinlen, Italo Valenti, Kees van Dongen, Ludmila Vojířová, Marianne von Werefkin

Galerie Konrad Fischer:
Carl Andre, Giovanni Anselmo, Guy Ben-Ner, Anthony Cragg, Edith Dekyndt, Hans-Peter Feldmann, Stephen Kaltenbach, Richard Long, Rita McBride, Bruce Nauman, Alan Sekula, Paloma Varga Weisz

Galleria Continua:
Jonathas de Andrade, Michelangelo Pistoletto, Pascale Marthine Tayou

Sommer Salon tschechischer zeitgenössischer KünstlerInnen:
Dana Bartoníčková, Jan Kadlec, Jakub Matuška aka Masker, Marcela Putnová, Michael Rittstein, Aleš Růžička, Šárka Růžičková Zadáková, Roman Šedina, Adam Tenora, Martin Žák

2024

4. Saison, 2 Sommerausstellungen: Zeitgenössische Kunst & Skulpturenpark und Avantgarde aus der Sammlung der Familie Stava

In Zusammenarbeit mit der Galleria Continua stellten die Künstler Hans Op de Beek, Michelangelo Pistoletto, Pascal Marthine Tayou, Nari Ward und Jiří Příhoda ihre Werke zu Themen wie der Absurdität der menschlichen Existenz, der Beziehung zwischen Realität und Konzept, der Verwischung der Grenzen zwischen Kunst und Leben sowie soziopolitischen und kulturellen Fragen aus. Ihre Werke verdeutlichten die Ausdrucksfreiheit zeitgenössischer Künstler und ihre Fähigkeit, in ihren Arbeiten zeitlose und aktuelle Themen zu behandeln.

Aus der Sammlung der Familie Stava, spiegelt sich eine persönliche Auswahl wider und hebt eine Reihe von Künstlern hervor, insbesondere aus der Nachkriegszeit in Europa, als die Kunst den Höhepunkt ihrer persönlichen Vielfalt erreichte. Zu sehen sind unter anderem Werke von Max Ernst, Marc Chagall, Ernst Ludwig Kirchner, Pablo Picasso, Wilfredo Lam, Le Corbusier, Max Ackermann, Jules Bissier, Serge Poliakoff, Richard Serra, Jean Tinguely, Roy Lichtenstein, Alexander Calder, Sam Francis, Günther Uecker, Arman, A.R. Penck, Jörg Immendorf und anderen.

Konzept und Realisation: Nicole Stava
Kuratorin und Texte: Claudia Rajlich
In Zusammenarbeit mit: Maurizio Rigilo, Elisabetta Negroni, Galleria Continua
Installations: Petr Koudelka, Jiří Novotný, Miroslav Topič, Nicole Stava, Jiří Příhoda, Tomáš Ullrich, Vojtěch Mareš
Transport: Vedes s.r.o.
PR und Kommunikation: Pisaristi s.r.o.
Grafik, Video und Foto: Fifty Fifty kreativni agentura

Die Ausstellung wurde mit freundlicher Unterstützung der Südböhmischen Region veranstaltet.

2023

3. Saison, 2 Ausstellungen Nedko Solakov & Jiří Kovanda „Together“ und Contemporary Art & Sculpture Park

Das in Zusammenarbeit mit der weltweit führenden Galleria Continua erstellte Ausstellungsprogramm umfasste Werke von Künstlern wie Chen Zhen, Zhanna Kadyrova, Nedko Solakov, Ana Maria Tavares und Ornaghi & Prestinari sowie von Vertretern der tschechischen Kunstszene Jiří Kovanda, Krištof Kintera, Matěj Frank und Tereza Štětinová. Das Thema, das die Außen- und Innenausstellung verbindet, wurde von dem skulpturalen Hauptwerk des französisch-chinesischen Künstlers Chen Zhen, Back to Fullness, Face to Emptiness, abgeleitet, das Teil der Biennale von Venedig 2009 war.

Kuratorin und Texte: Lucie Drdová
Konzept und Realisierung: Nicole Stava

2022

2. Saison, 2 Ausstellungen von Contemporary Art & Sculpture Park


Schloss Bechyně widmete sich im Jahr 2022 der Präsentation wichtiger Positionen im Bereich der zeitgenössischen Skulptur und anderer objektorientierter Kunstwerke. In Zusammenarbeit mit der Berliner KÖNIG GALERIE und der Kunsthistorikerin und Galeristin Lucie Drdova wurde eine Auswahl von Werken renommierter Künstler aus der Sammlung der Galerie getroffen. Das Konzept der Ausstellung im Schlosspark konzentrierte sich auf das Werk von drei der wichtigsten Bildhauer der KÖNIG GALERIE: Elmgreen & Dragset, die gerade eine ambitionierte Ausstellung in der Fondazione Prada in Mailand präsentierten, der mexikanische Künstler Bosco Sodi, dessen Gruppenausstellung mit Gemälden und Skulpturen Teil der Biennale in Venedig war, und der österreichische Konzeptkünstler Erwin Wurm. Weitere Werke wurden von der Schweizer Bildhauerin Claudia Comte, dem dänischen Künstler Jeppe Hein, der in Berlin lebenden polnischen Künstlerin Alicja Kwade und dem peruanischen Künstler David Zink Yi gezeigt.

Die Ausstellung in der Schlossgalerie im Kornspeicher war der Präsentation von Werken aus der Sammlung des Artefin Investment Fund gewidmet, der sich auf die Förderung zeitgenössischer Künstler konzentriert. Zu den ausgestellten Künstlern gehörten Stanislav Kolíbal, Vladimír Houdek, Argyšt Alaverdyan, Krištof Kintera, KW, Jiří Matějů, Vilhelm Sasnal, Pavla Sceránková, unconductive trash und Monika Žáková.

2021

Der Beginn des Skulpturenparks im Schloss Bechyně

Die Idee, die Tradition eines Skulpturenparks zu begründen und den englischen Schlosspark mit Kunstwerken zu bereichern, entstand im Winter 2021, als wir uns an den bedeutendsten tschechischen Bildhauer und unseren Freund David Černý wandten, mit einer Bitte das Park für den Sommer mit seiner Kunst zu beleben. Die ausgestellten Werke wurden sorgfältig ausgewählt, um ästhetisch mit der Umgebung zu harmonieren und gleichzeitig die Betrachter dazu anzuregen, tiefer über Kunst und ihre Bedeutung nachzudenken. 

Zu den ausgestellten Werken gehörten ein wandernder Trabant Quo Vadis, das vielleicht bedeutendste Symbol des Regimewechsels 1989, und eine Skulptur Fakáč, die berühmte Geste des gestreckten Mittelfingers, die nach der Wahl von Miloš Zeman zum Präsidenten in Richtung Prager Burg auf der Moldau aufgestellt wurde. Die Ausstellung umfasste auch die hängende fgurale Skulptur Viselec, eine 1999 geschaffene Statue, die Sigmund Freud in Erwartung des neuen Jahrtausends symbolisch über dem Unbekannten schwebend darstellt. Ein weiteres Werk war der Kopf des Thinkers, dessen Original sich im Hof des ältesten Lyzeums in Zuoz (Schweiz) befindet. Diese Skulptur, die das Gehirn und das Denken thematisiert, wurde aus Edelstahlplatten gefertigt, eine von Davids mittlerweile ikonischen Techniken.

Kurator, Konzept und Realisierung: Nicole Stava